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Francis Fukuyama am RG

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Der US-Politologe Francis Fukuyama

(„The End of History“) diskutierte am 29. November 2018 mit Schüler*innen der 5. und 6. Klassen über Phänomene der zeitgenössischen Politik. [29.11.18] 

Populismus, Identität und die Zukunft der liberalen Weltordnung

Die in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg entstandene liberale Weltordnung ist vielerorts durch nationalistische und populistische Tendenzen herausgefordert. In einem Vortrag am Schweizerischen Institut für Auslandforschung der Universität Zürich analysierte der US-Politologie Francis Fukuyama am Donnerstag, 29. November 2018, was den Populismus antreibt und wie genau Identitätsfragen und Einwanderung mit diesen Tendenzen im Zusammenhang stehen. Fukuyama sprach dabei auch über liberale Gegenpositionen und über Wege, das liberale Erbe zu bewahren und weiterzuentwickeln.

 

Vor seiner Gastvorlesung an der Universität Zürich hielt der renommierte Politikwissenschaftler vor Schülerinnen und Schülern der 5. und 6. Klassen des Realgymnasiums in der Aula Rämibühl einen dreissigminütigen Vortrag, in welchem er zur Tauglichkeit seiner These vom Ende der Geschichte Stellung nahm und über die Herausforderungen sprach, mit welchen sich die liberalen Demokratien in unserer Zeit konfrontiert sehen. In der Folge erläuterte er anschaulich, wie sein Konzept der Identitäten, dem er sein neues Buch gewidmet hat („Identity: The Demand for Dignity and the Politics of Resentment“ (2018), zum Verständnis von politischen Prozessen beitragen kann, die sich in der Welt zutragen, in welcher die Jugendlichen aufwachsen. Anschliessend nahm sich Fukuyama weitere 30 Minuten Zeit, um auf Schülerfragen einzugehen.

 

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Francis Fukuyama in der Aula Rämibühl (Bild: Laura Andres)

 

Bio:

Yoshihiro Francis Fukuyama, geboren 1952, ist US-amerikanischer Politikwissenschaftler und gilt als intellektuell bedeutendster Schüler von Allan Bloom. Nach seinen Studien in Politik und Literatur an der Cornell- sowie an der Yale-Universität arbeitete er für die US-amerikanische Denkfabrik RAND Corporation sowie für die US-Regierung, lehrte ab 1996 an Universitäten in Washington und ist nun Olivier Nomellini Senior Fellow am Freeman Spogli Institute for International Studies der Stanford-Universität. Berühmt wurde er durch seinen Bestseller «The End of History» (1992). Sein neuestes Buch, «Identity: The Demand for Dignity and the Politics of Resentment”, ist soeben in englischer Sprache erschienen und wird im Frühling 2019 auch in deutscher Sprache veröffentlicht.

30.11.2018/TW, DS

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