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Unterricht

Der Unterricht am Realgymnasium

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Maturitätsprofile

 

Am Realgymnasium werden das altsprachliche und das neusprachliche Profil angeboten. In jedem Profil lässt sich durch die Wahl eines Schwerpunktfachs eine Sprache besonders vertiefen. Folgende Kombinationen von Schwerpunktfach und dritter Sprache sind möglich:

 

Altsprachliches Profil

  • Griechisch (Schwerpunktfach) / Latein (dritte Sprache)
  • Griechisch (Schwerpunktfach) / Englisch (dritte Sprache)
  • Latein (Schwerpunktfach) / Englisch (dritte Sprache)
  • Englisch (Schwerpunktfach) / Latein (dritte Sprache)

 

Neusprachliches Profil

  • Englisch (Schwerpunktfach) / Italienisch (dritte Sprache)
  • Italienisch (Schwerpunktfach) / Englisch (dritte Sprache)
  • Spanisch (Schwerpunktfach) / Englisch (dritte Sprache)

 

Das Realgymnasium bietet sowohl im alt- als auch im neusprachlichen Profil die Möglichkeit, einen zweisprachigen Lehrgang mit Immersionsunterricht zu durchlaufen. Schülerinnen und Schüler dieses Lehrgangs können neben der Eidgenössischen Matur als zweite Abschlussprüfung auch das International Baccalaureate ablegen, welches von vielen ausländischen Hochschulen anerkannt ist.

 

1. Maturitätsfächer

 

Maturitätsfächer sind sieben Grundlagenfächer, ein Schwerpunktfach und ein Ergänzungsfach.

 

Grundlagenfächer

 

Grundlagenfächer sind:

  • die Erstsprache Deutsch;
  • als zweite Landessprache Französisch;
  • eine dritte Sprache (Italienisch, Englisch oder Latein);
  • Mathematik;
  • Naturwissenschaften mit obligatorischem Unterricht in Biologie, Chemie und Physik;
  • Geistes- und Sozialwissenschaften mit obligatorischem Unterricht in Ge­schichte und Geografie sowie einer Einführung in Wirtschaft und Recht;
  • Bildnerisches Gestalten oder Musik (musisches Fach).

 

Schwerpunktfächer

 

Als Schwerpunktfach können gewählt werden:

  • Latein;
  • Griechisch;
  • Englisch;
  • Italienisch;
  • Spanisch.

 

Griechisch und Spanisch werden nur als Schwerpunktfach angeboten. Eine Sprache, die als Grundlagenfach belegt wird, kann nicht gleichzei­tig als Schwerpunktfach gewählt werden.

 

Ergänzungsfächer

 

Das Ergänzungsfach ist aus den folgenden Fächern auszuwählen:

  • Physik;
  • Geschichte;
  • Geografie;
  • Wirtschaft und Recht;
  • Bildnerisches Gestalten;
  • Musik;
  • Philosophie;
  • Chemie;
  • Anwendungen der Mathematik – Informationstechnologien;
  • Religionslehre;
  • Sport.

 

Präferenzfächer

 

Im letzten Schuljahr werden sieben Maturitätsfächer unterrichtet. Dabei müssen die Schülerinnen und Schüler zwei Fächer als Präferenzfächer auswäh­len. Die Wahl muss aus den folgenden vier Grundlagenfächern erfolgen:

  • Chemie;
  • Physik;
  • Geschichte;
  • Geografie.

 

Der Unterricht in den vier nicht gewählten Grundlagenfä­chern wird am Ende der 5. Klasse abgeschlossen. Die Kombinationen Geschichte/Geografie und Chemie/Physik sind nicht möglich.

 

Einführung in Wirtschaft und Recht

 

Die Einführung in Wirtschaft und Recht findet als eigenständiges Fach im ersten Semester der 5. Klasse mit 2 Wochenstunden (1 Jahres­stunde) statt; der Unter­richt erfolgt mit Schwerpunkt im betriebs­wirtschaftlichen Bereich.
In Geschichte /Staatskunde werden im 2. Semester des 10. Schuljahres  Themen mit Schwerpunkt im rechtskundlichen Bereich, in Geografie im 10. Schuljahr solche mit Schwerpunkt im volkswirtschaftlichen Bereich behandelt.

 

 

2. Maturitätsarbeit

 

Schülerinnen und Schüler müssen eine grössere, eigenständige schriftliche oder schriftlich kommentierte Arbeit erstellen und mündlich präsentieren.
Die Wahl des Faches, in dem die Maturitätsarbeit geschrieben werden soll, ist frei. Die Anforderungen für die Maturitätsarbeit werden in einem hausin­ternen Reglement festgehalten.
Die Arbeit muss im 1. Semester der 6. Klasse  ausgeführt wer­den. Den Schüle­rinnen und Schülern wird in Fortsetzung des Sammelhalbtags der 5. Klasse jede Woche an einem unterrichtsfreien halben Tag Zeit für die Erstellung der Matu­ritätsarbeit gegeben.

 

3. Weiterer obligatorischer Unterricht

 

Neben den neun Maturitätsfächern (siehe 2.) finden am Realgymnasium folgende obligatorische Fächer statt:

  • Sport  (3 Lektionen pro Woche);
  •  Informationstechnologie( IT)  (1 Lektion pro Woche während der 3. Klasse);
  • Klassenlehrerstunde  (1 Lektion im 1. Semester der 1. Klasse);
  • *-Stunde  (1 Lektion pro Woche, Durchführung bei Bedarf). Die *-Stunde ist die Fortsetzung der Klassenlehrerstunde mit erweiterten Nutzungsmöglichkeiten.

 

4. Fakultativfächer

 

Der Fakultativbereich umfasst verschiedene Sprachen (Italienisch, weitere Sprachen wie Rus­sisch, Spanisch etc.), Religion, Informatik, Psychologie, Kurse im bildnerisch gestaltenden und im musikalischen Bereich, Kurse in Sport und Tanz und wechselnde Angebote (z.B. aktuelle Weltpolitik, innenpolitische Fragen, Astronomie usw.).

 

Zeitpunkt der Wahlentscheide

 

Das MAR gibt Schülerinnen und Schülern mehrere Möglichkeiten, ihre Fächer­kombination und die Gestaltung ihrer Maturitätsprüfung mit­zubestimmen. Die Wahlentscheide müssen aber jeweils auf einen fest­gelegten Zeitpunkt hin getrof­fen werden.

 

1.  Maturitätsprofil
Die Wahl des Maturitätsprofils erfolgt auf Beginn der 3. Klasse.

 

2.  Musisches Maturitätsfach
Die Wahl des musischen Maturitätsfachs erfolgt auf Beginn der 3. Klasse.

 

3.  Schwerpunktfach
Werden Spanisch oder Griechisch als Schwerpunktfach gewählt, muss die Wahl auf Beginn der 3. Klasse erfolgen.
Latein, Englisch und Italienisch werden auf Beginn der 5. Klasse als Schwer­punktfach gewählt.

 

4.  Präferenzfach
Das Präferenzfach wird auf Beginn der 6. Klasse gewählt. Ein Präferenzfach kann gleichzeitig nicht auch Ergänzungsfach sein.

 

5.  Ergänzungsfach
Das Ergänzungsfach wird auf Beginn der 6. Klasse gewählt. Ein Ergänzungs­fach kann gleichzeitig nicht auch Präferenzfach sein.

 

Besondere Unterrichtsformen

 

Es bestehen - neben dem normalen Unterricht im Klassenverband - verschiedene  besondere Unterrichtsformen, die die Schülerinnen und Schüler dazu erziehen, sich selbst Ziele für ihr Lernen zu setzen und ihre Lernfortschritte selbstständig zu dokumentieren und zu reflektieren.

 

1.  Halbklassen
Beim Halbklassenunterricht wird die Klasse in zwei Gruppen aufgeteilt, damit die Schülerinnen und Schüler vermehrt geför­dert werden können und ein Einge­hen auf ihre Bedürfnisse leichter möglich ist. Schülerinnen und Schüler haben bessere Möglichkeiten, sich mündlich am Unterricht zu beteiligen, was besonders beim Sprach­unterricht von grosser Bedeutung ist.

 

2.  Praktikum
In den naturwissenschaftlichen Fächern und in Geografie werden Übungen  als Erweiterung und zur Ergänzung des Normalunterrichts  (sog. Praktika) durch­geführt. Die beschränkte Anzahl Laborplätze und die nö­tige intensive Betreuung der Schülerinnen und Schüler bedingen während den Praktika die Aufteilung der Klassen in Halbklassen.

 

3.  Sammelhalbtag
In der 5. Klasse ist ein halber Wochentag unterrichtsfrei. Am Sammelhalbtag  sol­len die Schülerinnen und Schüler lernen, selbstständig über längere Zeit an Projekten  zu arbeiten. Der Sammelhalbtag dient damit der Förderung der Konzentration und der Vorbereitung auf die Hochschule.
Es sind jeweils drei Fächer, die für die Aufgabenstellung am Sammelhalbtag zustän­dig sind: Im 1. Semester der 5. Klasse Deutsch, Mathematik und das Schwerpunktfach; im 2. Semester der 5. Klasse Französisch, Geschichte und  das Schwerpunktfach.

 

4. RG-Woche
Zweimal pro Schuljahr wird der normale Stundenplan für eine Woche, die RG-Woche, aufgehoben.  Diese Woche dient dem Projektunterricht zu verschiedensten Themen, zum Teil extern, zum Teil klassenübergreifend, in vielfältiger Form. In neu zusammengestellten Klassen wird meist eine Projektwoche unter Leitung der Klassenlehrerin/ des Klassenlehrers durchgeführt, um die soziale Zusammenarbeit zu fördern.
In der 4. Klasse findet im Rahmen der RG-Woche die Medienwoche  statt: Kleine Gruppen arbeiten unter der Leitung von Journalistinnen, Journalisten und weiteren Medienschaffenden.
Im Weiteren sind externe Arbeitswochen und ein Sozialeinsatz in die RG-Wochen integriert.

 

 

 

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