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Farben und Emotionen
Exkursion am 28.1.2026 in das Kunsthaus Zürich
Im Englischunterricht haben wir das Buch The Giver von Lois Lowry gelesen. Da die Menschen im Buch keine Farben sehen können, wollten wir uns genauer mit der Wirkung von Farben auf unsere Wahrnehmung und Emotionen beschäftigen. Aus diesem Grund besuchten wir das Kunsthaus Zürich und analysierten verschiedene Gemälde.
Das erste Bild war ein Gemälde von Robert Zünd, das einen Eichenwald zeigt. Er fertigte zunächst eine Skizze an, da sich der Wald ständig verändert. Diese übertrug er später auf eine Leinwand und ergänzte sie mit verschiedenen Grün-, Braun- und Weisstönen. Die vielen Farbabstufungen verleihen dem Bild Tiefe, gleichzeitig wirkt es jedoch unrealistisch, da Zünd alles Unperfekte wie abgestorbene Äste oder braune Blätter weggelassen hat. Die Farben entsprechen genau unseren Erwartungen an einen Wald.
Anschliessend betrachteten wir Heuhaufen in der Sonne von Claude Monet. Der Heuhaufen erscheint lila statt gelb, da die Schattenseite dargestellt ist. Monet malte direkt vor Ort und genau das, was er sah, ohne Skizzen. Dadurch ist das Bild offen für Interpretationen, und die unerwarteten Farben geben dem Gemälde seine besondere Wirkung.
Auch der Seerosensee von Monet beeindruckte uns. Zunächst erkennt man nur ein Zusammenspiel warmer Farben, später wird klar, dass es sich um Spiegelungen im Wasser handelt. Die Farben erzeugen hier vor allem Stimmung und Atmosphäre.
Das letzte Bild stammte von Giovanni Giacometti und zeigt seine Familie an einem Tisch. Durch Rot- und Grüntöne entsteht eine warme, ruhige Atmosphäre mit starkem Kontrast. Uns gefiel das Bild besonders gut, da die Farbwahl ungewöhnlich ist und das Gemeinschaftsgefühl der Familie verstärkt.
Unsere Meinung:
Der Besuch im Kunsthaus zeigte uns, wie gross der Einfluss von Farben auf unsere Wahrnehmung ist. Farben verleihen Bildern Emotionen, Stimmung und Lebendigkeit. Besonders spannend war zu sehen, wie unterschiedlich Künstler mit Farben umgehen – von naturgetreuer Beobachtung bis hin zur idealisierten Darstellung. Ohne Farben wären viele Werke kaum aussagekräftig.
Diese Erkenntnis lässt sich auch auf The Giver übertragen: Eine Welt ohne Farben wirkt emotionslos und trist. Farben wecken Gefühle – genau deshalb werden sie in der Welt von Jonas - dem Protagonist - unterdrückt.
Text: Teresa Brusoni, Simona Hristova, Julia Weder, Sophie Wyss (Klasse 3a)
Fotos: Kristijan Rajic
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