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Gesellschaftspolitische Woche der 6. Klassen
Im Verlauf der diesjährigen RG-Woche der 6. Klassen durften Schüler*innen Schweizer Politik hautnah miterleben und mitspielen. Jeweils einer der Schweizer Parteien, der Presse oder dem Präsidium zugeteilt, versuchten sie, ihre Rolle als Amateur-Politiker*innen zu spielen, indem sie sich in ihre Partei einfühlten, Sitzungen hielten und echte Parteimitglieder trafen. Die ganze Woche wurde auf den krönenden Abschluss hingearbeitet: eine „echte“ Parlamentssitzung, bei der die verschiedenen Parteien das erarbeitete Können präsentieren würden. In der Vorbereitung darauf wurden Vorstösse ent- und verworfen, Debatten während Kommissionssitzungen geführt und eifrig Werbung für die eigene Partei gemacht. So eifrig, dass die Pressegruppe wohl kaum eine Sekunde ruhig in ihrem Zimmer sitzen konnte. Am Donnerstag war es dann etwas ruhiger – kein Wunder, alle Parteien versuchten schliesslich gestresst, noch allerletzte Änderungen und Vorstösse einzugeben, bevor das Präsidium um halb 3 die Türe schliessen würde – mit einem „BITTE NICHT STÖREN“-Schild davor.
Am Freitag war es dann so weit: Die Parteien fanden sich im grossen Saal bei der Bullingerkirche ein, wo sonst der Gemeinderat tagt. Die SVP kam im Anzug, die SP mit grossen Bannern, und ein Vertreter der AL mit Hawaii-Kette. Das Präsidium wusste, es würde allerhand zu tun haben, um die Ruhe im Saal bewahren zu können. Zwischen hitzigen Debatten, eloquenten Reden, Zwischenrufen und Wortentzügen entstand eine sehr angeregte Sitzung, in der sich alle Mühe gaben, ihre Rolle so gut wie möglich zu spielen. Schliesslich hatten sich alle gut vorbereitet, ihre Reden so gut wie möglich geschrieben, Argumente gebündelt und auf Contra getestet, um so ihrer Partei die Überhand zu geben.
Am Nachmittag gab es eine Preisverleihung. Unter anderem wurden dort die besten Redner, Vorstösse und Pressebeiträge gekrönt. Die gesellschaftspolitische Woche ermöglichte es den Schüler*innen, hautnah das Schweizer Politik-System mitzuerleben, sowie das Interesse an Politik weiter zu entfachen, die man sonst nur vom Wahlzettel oder aus dem Fernsehen kennt.
Wir hatten in der Gesellschaftspolitischen Woche auch das grosse Vergnügen, von fünf Kandidat*innen (Tobias Langenegger SP, Balthasar Glättli Grüne, Serap Kahriman GLP, Përparim Avdili FDP, Ueli Bamert SVP) der kommenden Zürcher Stadtratswahlen für eine Podiumsdiskussion besucht zu werden. Das Hauptthema war die Bekämpfung der Wohnungsnot in der Stadt Zürich. Alle Diskutierenden waren sich hierbei einig, dass Zürich als Innovationslabor und Chancenstadt für alle zugänglich sein sollte und dass es eine Veränderung in der bisherigen Herangehensweise in der Wohnpolitik braucht. Vor allem von rechter Seite hiess es, dass die Ablösung der Rot-Grünen Mehrheit im Zürcher Stadtrat eben diese Veränderung bewerkstelligen würde. Ob sich die Lage durch Verdichtung, also den Bau von Hochhäusern, oder durch den Bau von gemeinnützigen Wohnungen verbessert, sei mal dahingestellt. Die gemeinsame Anerkennung des Problems soll nämlich nicht bedeuten, dass die Diskussion nicht hitzig, aufgeladen und interessant gewesen ist. Das Publikum wirkte auf jeden Fall sehr auf die Diskussion fokussiert und an den Sticheleien interessiert und schlussendlich wurden auch viele interessante Fragen gestellt.
Text: Jan Götschi, 6b und Suya Kinzelbach, 6b
Fotos: Isabel Wiede (6a)
Film: Leilani Eaton (6a) und Carol Schubiger (6e)
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