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Max Frischs RG-Maturaaufsatz aufgetaucht!
Der Maturaaufsatz, den der junge Max Frisch für seinen Abschluss am Realgymnasium im Jahr 1930 verfasst hat, ist aufgetaucht! «Licht- und Schattenseiten der modernen Technik» - so das Thema, mit dem sich Frisch in seinem Aufsatz auseinandersetzt. Eine Publikation des Lehrmittelverlags Zürich wird den Aufsatz erstmals abdrucken und erzählen, wie der Aufsatz dem Realgymnasium abhanden gekommen war und schliesslich wieder aufgetaucht ist.
Der Aufsatz erscheint Ende Februar im Buch "Bitte nicht ins Buch kritzeln! Von Lehrmitteln und Lernwegen", das zum 175-jährigen Jubiläum des Lehrmittelverlags Zürich erscheint. Thomas Strässle, Literaturwissenschaftler und Präsident der Frisch-Stiftung, wird den Aufsatz in das Werk Frischs einordnen. Weitere Kapitel sind der Schulzeit von Autorinnen und Autoren wie Martina Hügli, Peter Stamm oder Charles Lewinsky gewidmet.
Porträt von Max Frisch (Quelle: ETH-Bilbliothek)
Max Frisch wurde am 15. Mai 1911 in Zürich geboren. Er wächst mit der Stiefschwester Emmy und dem älteren Bruder Franz zusammen auf. 1924 bis 1930 besucht er das Realgymnasium in Zürich. Anschliessend beginnt er, an der Universität Zürich Germanistik zu studieren. Im März 1932 stirbt überraschend der Vater und hinterlässt erhebliche Schulden. Frisch unterbricht sein Studium und wird freier Mitarbeiter bei der Neuen Zürcher Zeitung. Anfang 1933 fährt er als Reporter nach Prag an die Eishockey- Weltmeisterschaften.
Er reist anschliessend acht Monate durch den Balkan und Griechenland; die finanziellen Mittel dazu erwirbt er sich durch laufend geschriebene und veröffentlichte Reisefeuilletons. Die Konfrontation mit dem Nationalsozialismus in den Dreissigerjahren erschüttert sein unpolitisches Weltbild. Die Unsicherheit seiner materiellen Existenz und ein missglückter Roman ("Antwort aus der Stille", 1937) veranlassen ihn, seine literarischen Ambitionen aufzugeben. Ein Freund ermöglicht ihm, von 1936 bis 1940 Architektur an der ETH Zürich zu studieren. 1942 gewinnt er den Wettbewerb für den Bau des Letzibades in Zürich, worauf er sein eigenes Architekturbüro gründet und sich mit Gertrud (Trudy) Constanze von Meyenburg verheiratet. 1951 bis 1952 hält er sich als Stipendiat der Rockefeller-Stiftung in Amerika auf. Mitte der Fünfzigerjahre verkauft er das Architekturbüro und trennt sich von seiner Familie.
1965 zieht Frisch von Rom, wo er sich seit 1960 aufgehalten und zeitweise mit Ingeborg Bachmann zusammengelebt hat, nach Berzona im Onsernonetal. Von 1968 bis 1979 ist er verheiratet mit Marianne Oellers, wohnt zeitweise in Berlin und New York, bevor er sich 1984 endgültig wieder in Zürich niederlässt. Als kritischer Intellektueller hat sich Frisch immer wieder in vielfältiger Weise im politischen Tagesgeschehen engagiert. Bereits 1948, mit der Teilnahme am "Congrès mondial des intellectuels pour la paix" in Polen, hat er sich dem Vorwurf bürgerlicher Kreise ausgesetzt, mit kommunistischen Ideen zu sympathisieren. Den Akten, welche der Schweizer Staatsschutz während 40 Jahren zu seiner Person angelegt hat, stehen zahlreiche Ehrungen, unter anderem der Georg-Büchner-Preis (1958), der Literaturpreis der Stadt Zürich (1958) und der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (1976) gegenüber. Max Frisch stirbt am 4. April 1991 in seiner Wohnung an der Stadelhoferstrasse 28 in Zürich.
Bilder:
Max Frisch während seiner Zeit am Realgymnasium - Skitour mit seinen Jugendfreunden Werner Coninx und Freddo Behrmann, 1929 (© Max Frisch-Archiv, Zürich)
Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt 1963 in der Zürich Kronenhalle (© Max Frisch-Archiv, Zürich)
Max Frisch im Jahr 1966 (© Max Frisch-Archiv, Zürich)
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